BannerDrop am ZHG der Uni Würzburg

Der Spiegel hat Anfang des Sommers einmal mehr bewiesen, was uns schon lange klar ist. Deutsche Unis forschen fürs Militär. Die jahrelangen Diskussionen über Zivilklauseln – also einen freiwilliger Verzicht der Universitäten auf die Finanzierung von Forschung, die dann für militärische Zwecke verwendet wird, sowie das generelle Ablehnen von Finanzmitteln von militärischen Akteuren oder Staatenbündnissen – sind längst vergessen. Auch in 2019 lässt sich also auch unsere JMU u.a. vom Pentagon finanzieren. Dabei hat das US-Militär nicht nur Millionen Menschenleben auf dem Gewissen, sondern ist auch ein gewaltiger Umweltsünder: Im Jahr 2017 benötigte das US-Militär jeden Tag etwa 42,9 Millionen Liter Öl und hat dadurch mehr Treibhausgase emitiert als die Länder Portugal, Schweden oder Dänemark (1). Die Region um den US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein (Rheinlandpfalz) ist durch das krebserregende NATO-Flugbenzin JP-8 von erhöhten Krebs raten betroffen. Außerdem wurde durch diverse weitere Chemikalien das Grundwasser in Ramstein so sehr belastet, dass es nicht mehr trinkbar ist und nun teuer aus Kaiserslautern bezogen werden muss (2). Ein paar Aktivistis haben sich deshalb für die Aktion entschieden, die ihr im Video sehen könnt. Uns bleibt nur noch zu sagen. US Militär raus aus der Uni! Zivilklausel jetzt!

(1) Krebs, Andreas (2019): Das US-Militär – einer der größten Klimasünder in der Welt. In: Telepolis, 26.06.2019. Online verfügbar unter http://www.heise.de/-4455925.

(2) Düperthal, Gitta (2019): »Das Militär ist der größte Umweltzerstörer weltweit«. In: junge Welt, 22.06.2019. Online verfügbar unter https://www.jungewelt.de/…/357250.protest-gegen-us-drohnenk…, zuletzt geprüft am 26.06.2019.