Vorab wollen wir euch noch einige Zahlen mit auf den Weg geben, um das Geschehen...

Vorab wollen wir euch noch einige Zahlen mit auf den Weg geben, um das Geschehen…

Vorab wollen wir euch noch einige Zahlen mit auf den Weg geben, um das Geschehene und vor allem den 24.08. besser einordnen zu können:

Jener Tag, der später als einer der dunkelsten Tage in die deutsche Nachkriegsgeschichte eingehen sollte.
Die Vorabgeschichte um die pol. Verhältnisse und Meinungen haben wir gestern ja bereits angeschnitten, aber wie sah es eig mit der Anzahl an Migranten in Rostock aus?
Rostock hatte zu jener Zeit (Asylbewerber ausgenommen) 240.000 Einwohner, darunter 1.688 Ausländisch-stämmige Mitmenschen, das entspricht einem Anteil von gerade einmal 0,7%. Hinzu kam noch, dass rund die Hälfte hiervon Osteuropäer waren, eine Bevölkerungsgruppe, welche zu einem erheblichen Teil als gut integriert galt. Aus Asien stammten zudem 488, aus Afrika 105 der in Rostock lebenden Ausländer. Türken, welche in den anderen Bundesländern oftmals die größte Gruppe stellten, gab es in Rostock nur 9.
Die Viatnamesen, welche im späteren Verlauf noch eine große Rolle spielen sollten, stellten mit 368 Personen die größte Gruppe bei der Frage der Nationalität. Der Großteil davon waren Vertragsarbeiter, welche ab 1981 nach Rostock kamen und deren Zahl ab September 1989 auf bis zu 1500 anstieg. Untergebracht wurden sie abseits der Bevölkerung in betriebseigenen Wohnheimen, allesamt im Rostocker Neubaugebiet gelegen.
Die in der Erzählung betreffende Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZAst) für Mecklenburg-Vorpommern befand sich zum damaligen Zeitpunkt in einem freistehenden Plattenbau in der Mecklenburger Allee in Rostock-Lichtenhagen. In Rostock-Lichtenhagen lebten, trotz Einwohnerrückgang 1992 noch knapp 18.000 Menschen. Ende 1990 wurde dann das Wohnheim Nummer 18 in das einzige einzige Aufnahmelager für Asylsuchende in M-V umgewandelt, im anderen verblieben die bis dato in Rostock lebenden Vietnamesen. Die Gesamtkapazität betrug zum Zeitpunkt 250-300 Betten.
Für den 1. September 1992 war der Umzug in eine leere Kaserne der NVA geplant, ursprünglich sollte der Umzug bereits im Juni über die Bühne gehen, unter Anleitung des neuen Innenministers Lothar Kupfer (CDU) verschob sich der Termin jedoch immer weiter nach hinten…