Teil 03:

Samstag, 22. August, früher Abend: 
Am frühen Abend versammeln sich ca...

Teil 03: Samstag, 22. August, früher Abend: Am frühen Abend versammeln sich ca…

Teil 03:

Samstag, 22. August, früher Abend:
Am frühen Abend versammeln sich ca 2000 junge Personen vor der ZAst. Gegen 20 Uhr werfen ca. 200 Personen zertrümmerte Betonplatten auf das Gebäude. Scheiben im 6. Stock gehen zu Bruch, Rufe wie „Ausländer raus“ und „Sieg Heil“ sind keine Seltenheit. Kurz nach Beginn erscheinen 30 Polizisten in normalen Uniformen. Ein Kleinbus und ein Pkw der Polizei Rostock gehen in Flammen auf. In den folgenden Stunden wird kein Fahrzeug der über 1000 Personen zählenden Polizei Rostock gesichtet, das ZAst bleibt sich selbst überlassen. Erst gegen 2 Uhr treffen 2 Wasserwerfer ein, welche allerdings von Osten kommen, und so die Randalierer nicht von dem Heim wegdrängen sondern darauf zu. Erst gegen 5 Uhr ziehen sich die Randalierer ermüdet zurück.

Sonntag, 23. August
Gegen 5 Uhr morgens wird Jürgen Deckert, Einsatzleiter der Polizei, nach Rostock zurückbeordert und von Siegfried Kordus mit der Einsatzleitung betraut. Kordus bleibt Gesamteinsatzleiter.  Im Laufe des Tages stoßen auch zwei Hundertschaften  der Hamburger Polizei dazu.
Gegen 17.30 Uhr greifen erneut rund 200 Jugendliche die Rückseite des Sonnenblumenhauses an. Gegen 20 Uhr stoßen erneut 3 Wasserwerfer hinzu, die Polizei wird massiv mit Steinen, Molotowcocktails, Leichtraketen und Signalmunition attakiert, ein Polizeifahrzeug in Brand gesetzt. Ein Polizist wird verletzt, ein Polizeiauto brennt aus, insgesamt 800 Polizisten sehen sich 1000 Gewalttätern und bis zu 2000 Hilfsbereiten Schaulustigen gegenüber, 74 Beamte werden verletzt.
Auch über 60 Linksgerichtete Jugendliche, welche eine Solidaritätsdemo für die Bewohner durchführen wollten, werden festgenommen. Deshalb heißt es in einer Statistik des BKA auch, dass in Lichtenhagen zwei Rechtsextremisten und 27 Linksextremisten festgenommen worden seien.

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