Du bist auf der Seite der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend, kurz SDAJ in Nürnberg/Fürth gelandet. Wir sind eine Selbstorganisation von Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden, jungen Arbeiterinnen und Arbeitern, Studentinnen und Studenten, die in Deutschland leben, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Paß. Wir kämpfen für eine Welt ohne Ausbeutung und Rassismus, für eine Welt, in der die Menschen und nicht die Konzerne und Bosse das Sagen haben. Für uns ist der Sozialismus die Alternative für die wir kämpfen. Wenn du Lust hast, nicht nur von der Couch die Geschichte an dir vorbeiziehen zu sehen, sondern etwas aktiv verändern willst, dann schau einfach mal bei unseren Treffen vorbei.
Am 20. Oktober wurde Revolutionsführer Gaddafi bei der Verteidigung seiner Heimatstadt Sirte gegen die NATO- Aggressoren ermordet.
Er wurde, wie 50.000 weitere Libyer, von den Söldnern und Bomben der NATO getötet, weil er sich gegen die Rekolonialisierung seiner Heimat und des afrikanischen Kontinents wehrte.
Von seinen Feinden im Westen wurde er gefürchtet, gehasst und auf das übelste verunglimpft .
Unter seiner Führung wurde der König, der das Volk ausbeutete, verjagt und das „sozialistische Libyen unter der Herrschaft der Massen“ aufgebaut. Libyen wurde von einer rückständigen Agrakolonie zu einem Industriestaat . Ein kostenloses Gesundheitswesen und kostenfreie Bildung sowie eine Grundrente ermöglichten jedem Libyer ein Leben in Würde. Die
Schlüsselindustrie befand sich in den Händen das Staates. Frauen wurden den Männern gleichgestellt, patriarchale Strukturen zurückgedrängt, die Gewinne aus dem Erdölverkauf blieben im Land.
Zwei Millionen Schwarzafrikaner erhielten in Libyen Bildung und Arbeit, Rassismus wurde konsequent bekämpft.
Durch die Unterstützung nationaler und antiimperialistischer Befreiungsbewegungen wurde ein Beitrag zur Befreiung vieler Völker von Ausbeutung und Kolonialismus geleistet.
Mit dem ersten und einzigen Kommunikationssatelliten für Afrika wurde das Monopol der westlichen Telekommunikationskonzerne gebrochen. Das Vorhaben, Afrika durch eine eigene Bank finanziell vom Imperialismus unabhängiger zu machen, wurde durch den Bombenkrieg der NATO verhindert.
Muammar Gaddafi wurde wie Che Guevara, Patrice Lumumba, Maurice Bishop, Steve Biko, Salvador Allende und viele andere Revolutionäre im internationalen Befreiungskampf ermordet.
Sollten sich die NATO und ihre Verbündeten durchsetzen, wird das libysche Erdöl zu Dumpingpreisen an den Westen gehen. Die soziale Spaltung wird vertieft werden, Bildung und Gesundheit werden zu teuren Waren werden. Rassismus und Pogrome gegen Minderheiten brechen sich bereits jetzt Bahn.
Unsere Solidarität gilt dem tapferen, gegen Putschisten und NATO kämpfenden, libyschen Volk!
Mehr Informationen: www.antikriegsbuendnis.de
Solidarität mit dem libyschen Widerstand!
Stoppt den NATO-Krieg!
Demokratische Volksbewegungen haben in Tunesien und Ägypten die pro-westlichen Despoten gestürzt. In Bahrain und Saudi-Arabien konnten die Statthalter des Imperialismus hingegen ihre Macht durch das blutige Niederschlagen der Protestbewegung behaupten. Nicht zuletzt durch Waffenlieferungen der verschiedenfarbigen Bundesregierungen in den vergangenen Jahren konnten die Despoten dort hunderte von Oppositionellen niedermetzeln. Die schwarz-gelbe Regierung liefert nun sogar Panzer, um die Monarchie in Saudi-Arabien gegen Demokraten zu schützen. Die Ausplünderung der erdölreichen arabischen Welt scheint momentan in Gefahr zu sein.
Neben den Vasallenstaaten gibt es aber auch Länder, die ihren Reichtum jahrzehntelang gegen den Zugriff imperialer Staaten verteidigt haben. Diese Wohlfahrtsstaaten haben große Teile des gesellschaftlichen Reichtums in die Erhöhung des Lebensstandards ihrer Einwohner investiert. Nun geraten diese Staaten in das Visier der Imperialisten.
Der erste Schlag von Frankreich, Großbritannien, USA, Italien und Deutschland richtete sich gegen Libyen. Hier wurden oppositionelle Gruppierungen bewaffnet, militärisch ausgebildet und unter der Führung eines „Übergangsrats“, der zu einem Drittel aus den USA und Großbritannien eingeflogen wurde, gegen den „durchgenkallten“ „irren“ Gaddafi in den Krieg geschickt. Unter der Fahne des von Gaddafi vertriebenen Königs sammelten sich Islamisten der Moslembrüder, Monarchisten, freigelassene Kriminelle und sogar aus Kolumbien (!) eingeflogene Paramilitärs, um die Reihen der „Aufständischen“ zu füllen. Die „Hauptlast“ des Kriegs gegen Libyen schulterte die NATO jedoch selbst. In 5 Monaten wurden nach eigenen Angaben 19.877 Luftangriffe durchgeführt. Bei der Zielauswahl waren auch deutsche Soldaten beteiligt. Den Putschisten wurde der Weg nach Tripolis freigebombt. Tausende Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, wurden wie in Vietnam, Irak und Afghanistan verstümmelt oder getötet. Nach angaben eines libyschen Regierungssprechers wurden alleine am Tag es Sturms auf Tripolis 1.300 Zivilisten durch die NATO Bomben getötet.
Teile von Tripolis, darunter der Amtssitz der Regierung, waren nur noch ein Trümmerfeld.
In diesem Krieg ging es nie um Gaddafi, geschweige denn um die Wahrung der Menschenrechte oder den „Schutz von Zivilisten“. Es ging von Anfang an um das Erdöl. Frankreich erkannte den „Übergangsrat“ der Putschisten sofort nach dessen Gründung an. Beim ersten Staatsbesuch war dann auch ein offizieller Vertreter des Ölmultis „Total“ mit dabei. Großbritanniens Staatschef erklärte, dass es keine Leistung ohne Gegenleistung gäbe. Doch haben die Kriegstreiber die Rechnung ohne das libysche Volk gemacht. Die Putschisten haben keine Massenbasis, große Teile des Landes und viele Stämme halten zu Gaddafi, die Armee hat sich in den besetzten Städten auf einen monatelangen Guerillakrieg eingerichtet. Es geht dem libyschen Volk darum eine Rekolonialisierung zu verhindern. Der Kampf gegen die NATO-Besatzungsmacht und ihre Handlanger ist genauso legitim wie der Kampf der Iraker und Afghanen. Die Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder, Bombenterror und Rohstoffraub sind kriminell, nicht der Widerstand dagegen. Ein kurzer Blick auf die Aggressoren genügt, um deren tägliche Lügenpropaganda mit der sie dich für ihre Kriege gewinnen wollen, zu demaskieren: Die USA folterten und foltern in Abu-Ghraib und Guantanamo, Großbritannien verurteilt Ladendiebe zu 4 Jahren Knast, Deutschland knüppelt Stuttgart 21, Nazis und Castor durch. Sie lassen zehntausende verhungern und verteilen Milliarden an Banken und Spekulanten, die mit Lebensmittelpreisen an der Börse zocken. Glaube ihnen nicht und unterstütze sie nicht.
Hände weg von Libyen & Syrien!
Kein Bundeswehreinsatz in Libyen!
Kein Blut für Öl.
Solidarität mit Libyen!
Seit einigen Tagen feiert die NATO im Krieg gegen das libysche Volk angeblich einen Sieg nach dem anderen.
Die Erdölvorkommen werden bereits aufgeteilt. Bodentruppen sind im Mittelmeerraum zur Invasion zusammengezogen worden. Die Medien suggerieren uns, dass alles so läuft wie es sich die Imperialisten wünschen. Doch der libysche Widerstand gegen die Re-Kolonialisierung geht weiter. Hier zwei Nachrichtenquellen, die darüber berichten:

Ein Angriffsbündnis unter Führung durch die USA, Frankreich und Großbritannien attackiert Libyen mit Kampfflugzeugen und massivem Raketenbeschuss. Getroffen werden dabei auch Krankenhäuser und dicht besiedelte Wohngebiete. Das Militärbündnis NATO versucht außerdem eine „Flugverbotszone“ durchzusetzen. D.h. libysche Flugzeuge werden im libyschen Luftraum abgeschossen. Als formale Rechtfertigung dient die UN-Resolution 1973, in der verharmlosend vom „Schutz der Zivilbevölkerung vor Angriffen des libyschen Militärs“ die Rede ist. Tatsächlich aber tobt in Libyen eine Auseinandersetzung zwischen Regierungstruppen und bewaffneten, pro westlich orientierten Aufständischen, nicht jedoch Zivilisten. Die Resolution kann daher nicht darüber hinwegtäuschen, dass die aktuellen Angriffe gegen den libyschen Staat eine unzulässige Einmischung in dessen innere Angelegenheiten und einen Angriff auf dessen Staatssouveränität darstellen, für den es völkerrechtlich keinerlei Grundlage gibt.
Den westlichen Angreifern geht es nicht darum eine Eskalation des Konflikts zu verhindern, sondern diese mit einer einseitigen Einflussnahme zugunsten der Aufständischen gezielt herbei zu führen und den Aufständischen zum Sieg zu verhelfen. Dass sich die Afrikanische Union gegen jede Art westlicher Intervention aussprach und gleichzeitig anbot zwischen Aufständischen und Regierung zu vermitteln, wird geflissentlich übergangen. Stattdessen soll die Unterstützung des sogenannten „Golf-Kooperationsrat“, bestehend aus den undemokratischen, pro-westlichen Regimen Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, das Image der Militäraktionen in der Öffentlichkeit aufpolieren.
Die Propagandatrommel wird heftig gerührt. Die libysche „Demokratiebewegung“, die bezeichnenderweise unter der Fahne des 1969 gestürzten Königs kämpft und über deren reaktionäre Ziele uns die Massenmedien absichtlich im unklaren lassen, müsse gegen den „Diktator“ Gaddafi unterstützt werden und eine Militärintervention sei zum Schutz der Menschenrechte unvermeidlich. Dass die westlichen Staaten bei ihrem Feldzug gegen Gaddafi mit undemokratischen Regimen zusammenarbeiten, fällt dabei unbeachtet unter den Tisch. Die immer gleichen Propagandalügen sind aus den Kriegen im Irak und Afghanistan hinlänglich bekannt. Um den Schutz von Menschenrechten und Demokratie geht es in keinem dieser imperialistischen Kriege. Was zählt sind stets nur die Wirtschaftsinteressen der großen Konzerne in den USA und der EU, seien es neue Absatzmärkte, Handelswege oder der Zugang zu Rohstoffen.
Damit ist auch klar, worin das eigentliche Interesse der imperialistischen Staaten in Libyen liegt. Sie wollen sich dauerhaft und zuverlässig den Zugriff auf die libyschen Erdölreserven, die größten Ölvorkommen Afrikas, sichern. Besonders Frankreich, das 25% seines Erdöls aus Libyen bezieht, hat hieran ein elementares Interesse.
Dazu ist es notwendig Gaddafi gewaltsam aus dem Weg zu räumen, denn Gaddafi ist für den Westen kein zuverlässiger Partner. So enteignete er letztes Jahr die Besitztümer eines kanadischen Erdölkonzerns und die zwischen 1999 und 2003 begonnene Liberalisierung und Öffnung des libyschen Erdölmarkts wurde wieder gestoppt.
Folglich wollen USA und EU die augenblickliche Situation nutzen und den Aufständischen zur Macht verhelfen, um ihnen anschließend ihre volle Unterstützung beim „Aufbau der Demokratie“ zukommen zu lassen und so Schritt für Schritt eine Marionettenregierung zu installieren, die bereitwillig die Wirtschaftsinteressen der US-amerikanischen und europäischen Unternehmen bedient.
Um die Gewinne und das Erdöl zu sichern, ist den westlichen, imperialistischen Staaten jedes Mittel recht, auch Krieg und militärische Gewalt. Tote nehmen sie, genau wie bei ihrer „sicheren“ Atomkraft, in Kauf, wenn Profite in Aussicht stehen.
Auch in Libyen gibt es bereits Todesopfer aufgrund der westlichen Militäraktionen, Armeeangehörige ebenso wie Zivilisten. Dabei soll doch angeblich nur die Zivilbevölkerung geschützt werden!
Imperialistische Propaganda aufdecken!
Kein Blut für Öl!
Keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Libyens!
Solidarität mit dem antiimperialistischen Kampf des libyschen Volks!
Solidarität mit dem Kampf der griechischen Arbeiter!

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