Wer wir sind?
Du bist auf der Seite der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend, kurz SDAJ in Nürnberg/Fürth gelandet. Wir sind eine Selbstorganisation von Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden, jungen Arbeiterinnen und Arbeitern, Studentinnen und Studenten, die in Deutschland leben, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Paß. Wir kämpfen für eine Welt ohne Ausbeutung und Rassismus, für eine Welt, in der die Menschen und nicht die Konzerne und Bosse das Sagen haben. Für uns ist der Sozialismus die Alternative für die wir kämpfen. Wenn du Lust hast, nicht nur von der Couch die Geschichte an dir vorbeiziehen zu sehen, sondern etwas aktiv verändern willst, dann schau einfach mal bei unseren Treffen vorbei.
Solidarität mit dem Kampf der griechischen Arbeiter!
Solidarität mit dem Widerstand der griechischen Arbeiterklasse!
Denn:
Die Griechen sind nicht bereit für die Banken zu bluten!
Die griechischen Arbeiter wissen: Die Krise wurde nicht von ihnen verursacht. Sie sind nicht bereit die Zeche für die Spekulationen der Banken und Konzerne zu zahlen. Um die Zinsen und Rückzahlungen an die Banken zu begleichen sollen sie unter anderem auf 20 – 30 % ihrer Löhne und Renten verzichten. Das bedeutet für akademisch ausgebildete Griechen bei einer Wochenarbeitszeit von 42 Stunden ein Monatseinkommen von 595 Euro! Die Mehrwertsteuer wurde von bereits 21% auf 23% erhöht. Die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland übersteigt die vieler anderer Euroländer. Von faulen, verschwenderischen Griechen kann also nicht die Rede sein. Von dem milliardenschweren „Hilfspaket“ werden sie keinen Cent abbekommen. Die „Hilfsgelder“ wandern von der BRD auf das Konto des griechischen Staats und von dort zur Zinstilgung an die Deutsche Bank, Commerzbank, Münchner Rückversicherung und all die Anderen, die die Finanzkrise verursacht haben und bei denen der griechische Staat Schulden hat.
Um das Abwälzen der Krisenlast auf ihre Schultern abzuwehren, haben sich von 11 Millionen Einwohnern Griechenlands während des 5. Generalstreiks am 5. Mai bis zu 3 Millionen Menschen beteiligt. Die Gewerkschaft P.A.M.E. (Kämpferische Arbeiterfront) erklärte hierzu: „Nichts lief mehr in den Fabriken, am Bau, an den Häfen und Flughäfen, an den Hochschulen und Schulen. Sehr früh am Morgen haben tausende Arbeiter und Jugendliche das Recht auf Streik vor den Arbeitsstätten gegen den Terror der Unternehmer verteidigt. Hunderttausende von Menschen demonstrierten bei den Kundgebungen der PAME in 68 Städten“ Auch nachdem die Gesetze im griechischen Parlament beschlossen wurden wird der Widerstand weiter gehen. Es ist davon auszugehen, dass die griechische Arbeiterklasse die Gesetze nicht umsetzen wird und so lange kämpft bis die arbeiterfeindliche Regierung gestürzt wird. Ein Streikmotto lautet: „Wir rennen gegen die Wand bis sie zerbricht oder wir verbluten!“ Bereits während der Demonstrationen und Streiks wurden behördliche Anordnungen und Gerichtsentscheide ignoriert, da diese die Streik,- und Demonstrationsfreiheit einschränkten.
Griechenland ist erst der Anfang!
Die gigantischen Summen (bis zu 750 Milliarden), die nun erneut von den europäischen Staaten den Banken durch das „Euro Rettungspaket“ geschenkt werden, sollen von uns allen bezahlt werden. Nach dem Willen der deutschen Regierung soll es in Anlehnung an das griechische „Sparpaket“ ein gleichartiges für ganz Europa geben, also auch für uns. Einmal mehr zeigt sich: Regierung, Staat und EU sind Instrumente der Banken und Konzerne, die dafür da sind die Profitinteressen der Multimillionäre gegen die Interessen der Mehrheit durch zu setzen.
Bereits jetzt zahlen wir für die Banker und Bosse: Die Löhne sinken seit Jahren, Leiharbeit, Hartz 4, Erhöhung des Renteneintrittalters, Studiengebühren, um nur einige Beispiele zu nennen. Sozialabbau, Straßenschlaglöcher, Fahrpreiserhöhungen auf der einen Seite, auf der anderen 100 Milliarden für die Banken und Konzerne im letzten Jahr, am 7.5. wieder 22,3 Milliarden für die Banker als indirekte Zahlung über den griechischen Staat und kaum ist ein Wochenende vorbei 750 Milliarden Bürgschaften durch das „Euro Rettungspaket“..
Der Kapitalismus hat abgewirtschaftet!
In Griechenland ist das kapitalistische System am Ende. Für die Arbeiterklasse gibt es nur zwei Möglichkeiten: Leben und arbeiten wie in einem Land der 3. Welt oder den Kapitalismus abschaffen. Einen dritten Weg gibt es nicht. Die P.A.M.E. führt aus: „Wir, die Arbeiter, die Selbständigen, die Kleingewerbetreibenden und Handwerker, die kleinen und mittleren Bauern und die Jugendlichen sind die Mehrheit. Und je mehr wir unsere Front, unser Bündnis aufbauen, umso stärker werden wir. Wenn wir unsere Volksfront aufgebaut haben, werden wir nicht nur stark, sondern mächtig sein. Wir werden den Träger unserer Macht aufgebaut haben. Wir werden das Instrument gebaut haben, mit dem wir entsprechend unserer Bedürfnisse planen und produzieren werden. Wir werden den Grundmechanismus haben, um die Minderheit der Parasiten, die von unserem Schweiß, von unserem Reichtum, von unserer Arbeit leben wollen, zu verhindern.“
Auch in Portugal und Spanien wackelt das System, auch hier gibt es revolutionäre Kräfte, die den Kampf der Arbeiterklasse gegen die weiter anstehenden Krisenlasten organisieren. Ihnen gilt, wie allen die weltweit gegen Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen, unsere Solidarität!
Stehen wir auch in Deutschland gegen die herrschende Klasse auf. Es ist Zeit die Interessen der Mehrheit durchzusetzen!
Starten wir den Gegenangriff dort wo wir leben, arbeiten und lernen!
Fangen wir an griechisch mit den Herrschenden zu sprechen!
Völker Europas erhebt euch!
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